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Hallo,

gibt es hier im Forum Erfahrungswerte zu Umfragen mit Minderjährigen?

Für eine Schulumfrage per SoSci soll die Einwilligung der Eltern vorab eingeholt werden. Mein bisheriger Ansatz ist es, dies auch online per Fragebogen zu erledigen.

Insbesondere ist hier die DSGVO zu beachten und der Umstand, dass eine eindeutige Zuordung von Einwilligung und Schülerdatensatz notwendig ist.

Die Zuordnung würde ich per selbstgenerierten Code, gemäß der Empfehlungen der DGPS vornehmen, da dieser sowohl von den Eltern als auch dem Kind erstellt werden kann:
https://zwpd.transmit.de/zwpd-dienstleistungen/zwpd-ethikkommission/vorlagen-antragstellung

Ist das möglich?

closed with the note: Eine abschließende Antwort wird es hier wohl nicht geben...
in Methoden-Fragen by s082189 (210 points)
closed by SoSci Survey
Auf welchem Wege sprechen Sie die Eltern denn an? Aus technischer Sicht wäre es m.E. notwendig, dass Sie den Eltern direkt einen Code oder Link zukommen lassen, mit welchem Sie den Fragebogen zur Einwilligung aufrufen können. Es muss dabei sichergestellt sein, dass nur die Erziehungsberechtigten den Code/Link bekommen, damit die Kinder die Teilnahme nicht selbst bestätigen können.

Beachten Sie bitte auch, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten (die Sie hier dann ziemlich sicher haben) nur auf dem Pro-Server möglich ist: https://www.soscisurvey.de/help/doku.php/de:general:dsgvo

Ich lasse die Frage gerne noch offen, in der Hoffnung, dass es jemand ließt, die/der schon Erfahrungen gesammelt hat. Abber da es hier v.a. um technische Fragen geht, bin ich nur eingeschränkt zuversichtlich, dass diese Person sich hierher verirrt.
Gerne gebe ich einen Überblick über die geplante Untersuchung. Es geht um die Evaluierung einer online durchgeführten Präventionsmaßnahme.

Für diese können sich die Lehrer:innen auf einer externen Website (nicht Sosci) anmelden. Dabei hinterlegen sie zwingend ihre Mail-Adresse.

Nach erfolgreicher Anmeldung wird den Lehrer:innen dann ein Link für die Eltern ihrer Klasse zugesendet, den diese dann an die Eltern weiterschicken. Das Evaluationsteam (als auch Sosci) haben keinen Zugriff auf diese Adresslisten.

Der Fragebogen an die Eltern enthält eine Einwilligungserklärung für die Schüler:innen. Damit eine (nicht personenbezogene) Zuordnung von Einwilligung und Schüler:in erfolgen kann, sollen die Eltern einen Code generieren, der so auch von ihren kindern generiert werden kann.

Der eigentliche Fragebogen für die Schüler:innen soll dann wieder durch die Lehrer:innen an die Schüler:innen verteilt werden. Dafür müssten nicht einmal Mails versendet werden, sondern der Link kann einfach abgeschrieben werden.

Bevor die Schüler:innen dann mit der eigentlichen Umfrage starten können, müssen sie ebenfalls Ihren Code generieren.

Sollte bei einer Prüfung keine Passung zwischen Eltern- und Schülercode bestehen oder die Zustimmung beider Parteien nicht gegeben sein, wird der Datensatz aus der Untersuchung ausgeschlossen.

Bei diesem Vorgehen gehe ich eigentlich davon aus, dass keine personenbezogenen Daten erhoben werden. Wie sehen Sie das?
> keine personenbezogenen Daten

Es hängt vom Code ab, aber das wäre auch meine Einschätzung. Im Zweifelsfall sollten Sie das aber mit Ihrem Datenschutzbeauftragten abklären. Zumal Sie ja an anderer Stelle (Lehrer:innen) womöglich mit personenbezogenen Daten hantieren. Das hat dann aber nichts mit SoSci Survey zu tun.

> Der Fragebogen an die Eltern enthält eine Einwilligungserklärung für die Schüler:innen.

Nachdem die Kinder den Code auch generieren könnten, wäre es denkbar, dass diese die Einwilligung ausfüllen. Damit wäre u.U. nicht mehr nachweisbar, dass die Einwilligung von den Eltern stammt.

In der Praxis scheint es mir unwahrscheinlich, dass die Kinder an den Link kommen. Aber es geht ja darum, dass Sie so etwas im Zweifelsfall nachweisen müssten. Das sind aber juristische Fragen, die meine fachliche Kompetenz überschreiten. Vermutlich wird ein Jurist auch nur auf die Risiken hinweisen, mit denen Sie rechnen müssen.
Vielen Dank für Ihre Einschätzung!

Ich sehe Ihren letzten Punkt analog zu dem Szenario, dass das Kind wohl auch bei den Alternativen ("klassischer Elternbrief") diese Möglichkeit hätte, ein Einverständnis der Eltern zu fälschen. Man erinnere sich an die eigene Schulzeit, bei der Mitschüler:innen durchaus mal einen Brief an die Eltern selbst unterzeichneten...
Der Vorteil des skizzierten Verfahrens ist hingegen, das es eindeutig ökonomischer und einfacher durchzuführen ist.

Der Code wird nach den aktuellen Richtlinien der DGPS erstellt.

Es wird vor Untersuchungsbeginn ein Ethikvotum eingeholt, das sollte dann ohnehin die kritischen Punkte berühren.
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