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Hallo Zusammen,

im Rahmen meiner Studie möchte ich Fotos bewerten lassen, bin mit der Wahl der korrekten Methode jedoch etwas überfordert.
Der Aufbau ist wie folgt:
Es gibt 12 Fotos von Frauen, welche ausschließlich männlichen Teilnehmern gezeigt werden dürfen und 12 Fotos von Männern, welche ausschließlich Frauen gezeigt werden dürfen. Das heißt, nach der Filterfrage "Geschlecht", dürfen den Probandinnen nur entsprechende Fotos gezeigt werden. Ist es in diesem Fall sinnvoll, für jedes Foto eine neue Seite im Fragebogen anzulegen und immer die entsprechenden Seiten mittels Filter zu überspringen?
Nun zum eigentlichen/größeren Problem: Die zwölf Fotos zeigen reell nur sechs Personen in zwei Varianten (mit/ohne Tattoo). Ich möchte einstellen, dass jedes Foto mit gleicher Häufigkeit gezeigt wird, jedoch den Proband
innen niemals ein Foto desselben Modells in zwei Varianten erscheint. Jeder Teilnehmer soll/kann also immer nur 6 Fotos bewerten (z.B Person A,B,C mit Tattoo, Person D,E,F ohne Tattoo)
Wie gehe ich in diesem Falle vor? Entwickle ich zwei Fragebögen pro Geschlecht, in welchem bei Fragebogen 1 einmal Person A,B,C tätowiert und Person D,E,F untätowiert sind und bei Fragebogen 2 vice versa? Ich habe gelesen, dass die Randomisierung von ganzen Fragebögen nicht empfohlen wird. Kann ich meine gewünschten Einstellungen auch innerhalb eines Fragebogens realisieren und falls ja, was sollte ich für Filter/Bedingungen einstellen?
Ich hoffe die Frage ist verständlich.

Vielen Dank im Vorraus!

in Methoden-Fragen by s175566 (120 points)

1 Answer

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12 Fotos von Frauen, welche ausschließlich männlichen Teilnehmern gezeigt werden dürfen und 12 Fotos von Männern, welche ausschließlich Frauen gezeigt werden dürfen.

Legen Sie zunächst 2 Zufallsgeneratoren an. Abhängig vom Geschecht der Befragten (vorsicht mit nicht-binären Teilnehmer:innen) ziehen Sie aus dem jeweils passenden Zufallsgenerator.

Ist es in diesem Fall sinnvoll, für jedes Foto eine neue Seite im Fragebogen anzulegen

Nein, definitiv wäre das eine sehr unnötig komplizierte Lösung, von der ich dringend abraten würde.

jedoch den Probandinnen niemals ein Foto desselben Modells in zwei Varianten erscheint.

Okay, dann müssen Sie es noch ein klein wenig komplizierter machen. Und zwar brauchen Sie dann nicht nur 2 Zufallsgeneratoren, sondern 4. Pro Geschlecht jeweils einen für die Person und einen für die Zuordnung, ob Sie die Person mit oder ohne Tatoo zeigen.

Das heißt, Sie würden im ersten Durchgang Person 3 (Zufallsgenerator 1) und 1=mit Tatoo (Zufallsgenerator 2) ziehen und im zweiten Durchgang Person 2 (Zufallsgenerator 1) und 2=ohne Tatoo (Zufallsgenerator 2). Daraus könnten Sie eindeutig ableiten, welches Bild gezeigt werden soll.

Wie viele Bilder sieht jede Teilnehmer:in denn? So viele Zettel müssen Sie im Zufallsgenerator einstellen, dass Sie pro Interview ziehen möchten.

by SoSci Survey (198k points)
Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Ich habe einen Vorschau Link erstellt, damit eventuell etwas anschaulicher wird, was genau ich vorhabe. https://www.soscisurvey.de/Partnerschaftspraeferenz/?act=TXbjONdgCiIKYwBrACxBszbJ

In diesem Falle sind nun 8 Fotos eingebunden. Davon dürften einer Teilnehmerin lediglich 2 Fotos mit den zugehörigen Fragen gezeigt werden. Mann A mit Tattoo,  Mann B ohne Tattoo (oder umgekehrt). Einem Teilnehmer dann gleichermaßen zwei Fotos der Frauen.

Jeder Teilnehmer soll am Ende 6 Fotos bzw. 6 unterschiedliche Seiten im Fragebogen sehen (3 Tätowierte, 3 Untätowierte). Das heißt, ich stelle im Zufallsgenerator auch 6 Zettel ein?

Wäre es nicht möglich und ggf. einfacher, wenn ich 2 Sets einstelle? (Set 1: Person 1-3 Tätowiert, Person 4-6 Untätowiert; Set 2: Person 1-3 Untätowiert, Person 4-6 Tätowiert)?

Kann ich auch das Geschlecht als Filterfrage nutzen und dann per if (value('AB02_07') == 2) { goToPage('pa');} die irrelevanten Seiten überspringen lassen um dann dort einzustellen, welche Fotos gezeigt werden sollen?
> Jeder Teilnehmer soll am Ende 6 Fotos bzw. 6 unterschiedliche Seiten im Fragebogen sehen (3 Tätowierte, 3 Untätowierte). Das heißt, ich stelle im Zufallsgenerator auch 6 Zettel ein?

Ja, korrekt. 1-3 würden dann bedeuten "nicht tätowiert" und 4-6 "tätowiert". Aus Ihren beiden Zufallsgeneratoren (2 für Männer, 2 für Frauen) würden Sie dann z.B. 2 Zahlenreihen wie folgt bekommen:

2,1,3,4,5,6 (für die Person)
3,1,6,2,4,5 (für das Tatoo)

Die würden Sie dann z.B. mittels loopPage() durcharbeiten. Diese Teilnehmer:in würde also an erster Stelle (2/3) die Person 2 ohne Tatoo sehen. Anschließend (1/1) die Person 1 ohne Tatoo.

Eine kleine Vereinfachung würde ich dann noch vornehmen:

1. Benennen Sie die Dateien person1.A.jpg und person1.B.jpg bis person 12.B.jpg

Warum? Weil Sie sich das Leben damit deutlich einfacher machen können. Zufallsgenerator 1 hätte die folgenden Zettel:

A
A
A
B
B
B

Das ist nur die Tätowierung, den können wir für Teilnehmer:innen beider Geschlechter verwenden.

Zufallsgenerator 2 für Frauen hätte diesen Inhalte:

person1
person2
person3
person4
person5
person6

Und die dritte Zufallsgenerator für Männer diesen Inhalte:

person7
person8
person9
person10
person11
person12

So. Sie ziehen nun aus jeweils 2 Zufallsgeneratoren (1/2 oder 1/3) und können dann aus den gezogenen Werten (z.B. "person2" und "A") direkt den Dateinamen zusammensetzen.

Für die Frage, die Sie anzeigen, verwenden Sie den Code aus der Personenziehung (1 bis 6) - dann haben Sie die Bewertungen für eine bestimmte Person immer in derselben Variable.
Danke,  dass kann ich so nachvollziehen!

Jetzt bin ich mir lediglich noch in einer Sache unsicher. Diese Instruktionen beziehen sich darauf, dass ich zu allen Fotos die selben Fragen stelle, nicht wahr?
Nun ist es ja leider so, dass ich zu den Fotos von Männern andere Fragen stelle, als zu denen der Frauen und somit zwei Fragenbatterien habe. Kann ich dann also per Filter die irrelevanten Fragen überspringen, um dann zu den Zufallsgeneratoren zu leiten, welche vor den für das Geschlecht relevanten Fragen stehen?
Also der Teilnehmer gibt an, männlich zu sein. Ich filtere dies, sodass ich zu den Zufallsgeneratoren 1/2 leite, welche vor den Fragen stehen, welche sich auf Fotos von Frauen beziehen.
Gibt die Teilnehmerin an, weiblich zu sein, leite ich dann entsprechend zu Zufallsgeneratoren 1/3 weiter, welche vor den Fragen zu den Fotos der Männer stehen?

Ihr letzter Satz gibt mir Hoffnung, dass die Auswertung dieser Daten verständlich sein wird. Objektiv betrachtet: Werde ich als Laie, insofern ich mich an Ihre Instruktionen halte, wirklich nachvollziehen können, welche Frage, in Kombination von welchem Stimulus, wie beantwortet wurde? Ich habe bisher das Gefühl, mich für einen der kompliziertesten Wege entschieden zu haben ..
> Nun ist es ja leider so, dass ich zu den Fotos von Männern andere Fragen stelle, als zu denen der Frauen

Das ist unproblematisch, denn Sie müssen ja ohnehin (per IF-Filter) auf unterschiedliche Variablen (Zufallsgeneratoren) zugreifen, je nach Teilnehmer:innen-Geschlecht. Da können Sie dann auch gleich unterschiedliche Fragen unter den Bildern anzeigen.

> Ihr letzter Satz gibt mir Hoffnung, dass die Auswertung dieser Daten verständlich sein wird.

Wenn Sie die Programmierung soweit fertig haben, dann tragen Sie ein paar Testdaten ein und führen Sie alle Schritte der Auswertung unbedingt (!) durch inkl. Kontrolle, ob Sie Ihre Testdaten wiederfinden.
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