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Hallo,

ich habe eine Frage: Ich habe vier unterschiedliche SC-IAT'S (zu vier unterschiedlichen Produkten) mit jeweils 20 Stimuli (je Zehn für ,,gut'' und 10 für ,,schlecht'') in der evaluativen Dimension.
Ich möchte diese Ergebnisse der D-Scores für die jweiligen Stimuli aus dem jeweiligen SC-IAT später mit den Werten aus den expliziten Fragen mit den gleichen Stimuli vergleichen.

EINE WICHTIGE FRAGE FÜR DIE AUSWERTUNG MEINER STUDIE - um sicher zu gehen:
Erhalte ich für jedes Stimuli, also jeden Begriff aus der evaluativen Dimension auch einen D-Score?

Oder gibt es am Ende nur einen allgemeinen D-Score?

Dazu habe ich keine konkrete Antwort gefunden.

Vielen lieben Dank im Voraus.

in SoSci Survey (dt.) by s126344 (230 points)

1 Answer

0 votes

Der IAT (inkl. der Variante SC-IAT) ist so ausgelegt, dass Sie nur einen einzigen D-Score erhalten, welcher die Korrelation zwischen den beiden Dimensionen (Kategorie und Evaluation) beschreibt.

Für individuelle Scores pro Bewertungsitems würden auch viel zu wenige Daten vorliegen. Reaktionszeiten bzw. einzelne Reaktionsmessungen haben einen sehr großen Messfehler, und entsprechend viele Messungen sind für einen SC-IAT notwendig, damit man am Ende zumindest einen brauchbaren Score bekommt.

by SoSci Survey (107k points)
Danke.
Das Problem ist, dass ich in meiner Studie aber vor allem auch die einzelnen Stimuli (z.B. lecker - ekelig) in bezug auf das jeweilige Produkt mit den expliziten Werten später vergleichen möchte / muss.

Gäbe es dann die Möglichkeit, z.b. weniger Stimuli zu verwenden (also statt in meinem Fall insgesamt 20 nur 2) und dann aber zu einem Produkt beispielsweise jeweils drei ,,kleinere IAT's'' mit jeweils zwei Stimuli ablaufen zu lassen?

Also im skizierten Beispiel wie folgt:

SC-IAT1:

Objekt 1

Evaluative Dimension:
- Positiv = lecker (und als Stimuli bei der Kategorie = lecker)
-negativ =ekelig   und als Stimuli bei der KAtegorie = ekelig)

SC-IAT 2:
 Objekt 1

Evaluative Dimension:
-Positiv = gesund (und als Stimuli = gesund)
-negativ = ungesund (und als Stimuli = ungesund)

usw. ?

Sodass man am Ende (wenn man drei SC-IAT zu jeweils einem Produkt machen würde, einen spezifischen D-Score zu den jeweiligen Stimuli hätte?)


Denn so weiß ich ja momentan mit dem gesamt Score nur, ob die Probanden das Objekt mit einer Kategorie (also Positiv im Allgemeinen oder Negitiv im Allgemeinen) assoziieren, richtig?


Vielleicht können Sie mir da einmal weiterhelfen, ob meine Alternativlösung, wie oben beschrieben realistisch und umsetzbar ist.

Vielen lieben Dank im Voraus.
> Denn so weiß ich ja momentan mit dem gesamt Score nur, ob die Probanden das Objekt mit einer Kategorie (also Positiv im Allgemeinen oder Negitiv im Allgemeinen) assoziieren, richtig?

Korrekt.

> Das Problem ist, dass ich in meiner Studie aber vor allem auch die einzelnen Stimuli (z.B. lecker - ekelig) in bezug auf das jeweilige Produkt mit den expliziten Werten später vergleichen möchte / muss.

Dann brauchen Sie einen kompletten SC-IAT für jede dieser Dimensionen. Das könnte für die Teilnehmer aber ganz schön anstrengend werden.
Ok, wäre es denn grundsätzlich möglich, dass ich z.B. drei ,,kleine'' SC-IAT zu einem Produkt mit drei unterschiedlichen Begriffspaaren (also SC-IAT 1: lecker-ekelig; SC-IAT 2: ungesund-gesund; SC-IAT 3: umweltfreundlich-umweltschädlich) hintereinander abfrage und die einzelnen D-Scores der drei SC-IATs dann mit den Werten der expliziten Begriffspaare vergleiche?


Vielen Dank schonmal.
Die SC-IATs wären nicht "klein", es wären vollständige SC-IATs und ich bezweifle, dass man einem Teilnehmer mehr als max. zwei davon antun kann.

Aber ja, wenn Sie den Teilnehmer drei IATs bearbeiten lassen würden, dann würden Sie 3 D-Scores bekommen, die Sie mit anderen drei Werten im Datensatz vergleichen könnten.
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