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Hallo liebes SoSci Survey Team,

im Rahmen meiner Masterarbeit möchte ich einen SC IAT durchführen, bei dem die Hälfte der Probanden vor dem SC IAT geprimed werden.
Der Aufbau meiner Umfrage sieht bislang so aus, dass auf Seite 03 die Hälfte der Probanden mit dem Lesen eines Textes (inkl. Beantwortung der Frage, ob Sie den Text verstanden haben) geprimed werden. (Die Zuordnung, ob ein Proband geprimed wird, oder nicht, mache ich wie in dem Abschnitt Randomisierung beschrieben).
Auf Seite 04 (nach dem Priming) habe ich eine Selbsteinschätzung der Probanden hinsichtlich IT Kentnisse/Technologien etc. vorgesehen.

Auf Seite 05 führe ich dann schließlich den SC IAT durch. Um wie in der Literatur von Nosek (2002) für den "normalen" IAT empfohlen (siehe Paper: "Harvesting Implicit Group Attitudes and Beliefs From a Demonstration Web Site") Reihenfolgeneffekte zu mitigieren, werden die Probanden (wieder wie in Randomisierung) mittels Zufallszahl zwei Gruppen zugewiesen. Eine Gruppe bekommt in Block 1+2 das Zielkonzept + gut auf die linken Taste gelegt, wobei die andere Gruppe in Block 1+2 das Zielkonzept + schlecht auf die linken Taste gelegt bekommt. (In den Blöcken 3+4 dreht sich das jeweils rum).

Mit diesem Aufbau gehe ich aktuell davon aus, dass ich die Daten alle "händisch" auswerten muss, also z.B. die insgesamt 4 Varianten des SC IAT manuell zusammen führen und die D scores händisch berechnen muss.

Gibt es hier ein "elegantere" Lösung, sodass die Auswertung (teilweise) automatisiert stattfindet?

Bislang nehme ich noch Abstand von der Möglichkeit der "Zufallsauswahl für Fragebögen", da es mir wichtig erscheint, am Ende gleich große (oder zumindest sehr ähnlich große) Probandengruppen zu haben.

Vielen Dank vorab für Ihre Einschätzung und viele Grüße,

Lennart Müller

in SoSci Survey (dt.) by s105546 (170 points)

1 Answer

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SoSci Survey berechnet Ihnen den D-Score für jeden Teilnehmer automatisch - wenn Ihre IATs in unterschiedliche "Richtung" zeigen, müssen Sie ggf. das Vorzeichen umdrehen. Aber ansonsten... ich sähe nicht, weshalb eine manuelle Auswertung hier andere Ergebnisse liefern sollte als die automatisierte.

by SoSci Survey (79.1k points)
Meine Hypothese ist, dass das Priming auf Seite 03 eine Auswirkung auf die D-Scores hat (werden auf Seite 05 ermittelt).
Also wenn die Probanden auf Seite 03 geprimed wurden, ist der D-Score (ggf. statistisch signifikant) größer (oder kleiner), als wenn sie auf Seite 03 nicht geprimed wurden.
Gibt es eine Möglichkeit, die (automatische) Auswertung der D-Scores so einzuteilen, dass die D-Scores danach aufgeteilt werden, ob ein Proband geprimed wurde, oder nicht?
Sie bekommen den D-Score pro Teilnehmer. Um Ihre Hypothese zu testen, können Sie dann später einfach (z.B.) einen T-Test rechnen. Diese müssten Sie in den beiden SC-IAT-Varianten getrennt rechnen. Einmal soll der D-Score ja größer werden, einmal kleiner (stärker negativ).
Sie schreiben hier ggf. das Vorzeichen umdrehen, hierzu hätte ich noch eine Frage:

In meiner ersten Frage oben schreibe ich, dass ich Reihenfolgeneffekte mitigiere:

"Eine Gruppe bekommt in Block 1+2 das Zielkonzept + gut auf die linken Taste gelegt, wobei die andere Gruppe in Block 1+2 das Zielkonzept + schlecht auf die linke Taste gelegt bekommt. (In den Blöcken 3+4 dreht sich das jeweils rum)."

Verstehe ich das richtig, dass die automatisch ausgewerteten D-Scores angeben, wie stark die Probanden das Zielkonzept mit dem Wort assoziieren, dass in Block 1+2 gemeinsam eine Taste mit dem Zielkonzept belegt haben?  

Als Beispiel:
Wenn ein Proband in Block 1+2 das Zielkonzept und "gut" gemeinsam auf einer Taste hat (und in Block 3+4 das Zielkonzept und "schlecht" auf einer Taste), dann gäbe ein D-Score von 1 an, dass der Proband das Zielkonzept stärker mit "gut" assoziiert als mit "schlecht".  

Umgekehrt wäre dies: Wenn ein Proband in Block 1+2 das Zielkonzept und "schlecht" gemeinsam auf einer Taste hat (und in Block 3+4 das Zielkonzept und "gut" auf einer Taste), dann gäbe ein D-Score von 1 an, dass der Proband das Zielkonzept stärker mit "schlecht" assoziiert als mit "gut".

Oder bezieht die automatische Auswertung mit ein, welches Wort ("gut" oder "schlecht") zuerstmit dem Zielkonzept eine Taste belegt, sodass ein positiver D-Score immer bedeutet, dass das Zielkonzept stärker mit "gut" als mit "schlecht" assoziiert wird?


Ich bin gerade ziemlich verwirrt und bedanke mich schon mal vorab für die Erklärung.
Ein positiver D-Score bedeutet, dass das Zielkonzept („Objekt“) stärker mit dem Begriff assoziiert ist, welcher in der evaluativen Dimension bei „Positiv“ eingetragen ist als mit dem Begriff, der bei „Negativ“ eingetragen ist.
Vielen Dank!
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