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in SoSci Survey (dt.) by s343063 (200 points)

Hallo,

gibt es eine Möglichkeit IP Adressen zu blockieren, wenn ein bereits ausgeschlossener Teilnehmer erneut auf den Umfrage-Link klickt?

Und zwar source ich meine Teilnehmenden über Clickworker. Ich habe am Anfang Screening Questions eingebaut, um das Risiko zu mindern, Personen außerhab meines target samples im sample zu haben.

Ich möchte es hinbekommen, dass wenn eine IP Adresse einmal ausgeschlossen wurde, nicht erneut teilnehmen kann.

Die Teilnahme ist nur über einen öffentlichen Link möglich.


Außerdem sollen nur TN aus den USA teilnehmen. Kann ich das auch über die IP Adresse einschränken?

Vielen Dank!

1 Answer

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by SoSci Survey (378k points)

Ich möchte es hinbekommen, dass wenn eine IP Adresse einmal ausgeschlossen wurde, nicht erneut teilnehmen kann.

Bitte lesen Sie zu IP-Adressen zunächst folgende Anleitung:
Mehrfachteilnahme ausschließen

Eine IP-Adresse, speziell wenn es sich um eine IPv6-Adresse handelt, ist in aller Regel nicht geeignet, einen Teilnehmer zu identifizieren. Es reicht, wenn die Person ihre Internetverbindung trennt und wieder verbindet, schon hat sie eine andere IP.

Wenn Sie es dennnoch probieren möchten, dann machen Sie sich bitte mit der DSGVO und personenbezogenen, pseudonyme und anonymen Daten vertraut. An IP-Adressen hängt nämlich schnell ein Datenschutz-Rattenschwanz.

Im nächsten Schritt können Sie dann darüber nachdenken, die gewünschte Sperre über einen verkürzten Hash der IP-Adresse (welche Sie über den Fragetyp "Gerät und übermittelte Variablen" bekommen) zu realisieren. Dafür würden Sie mit der Datenbank für Inhalte arbeiten und den hash mit bestehenden Einträgen abgleichen.

by s343063 (200 points)
edited by s343063
Vielen Dank! Gut, dann ist Prolific attraktiver, weil man dort zumindest mit den Prolific IDs eine einmalige Teilnehme überprüfen kann.

Den Datenschutz-Rattenschwanz würde ich gerne vermeiden. Was mir bei Clickworker noch einfällt: Könnte ich einstellen, dass wenn eine Person länger als 10 Sekunden bei den Pre-Screening Fragen braucht, dann ausgeschlossen wird? Denn Angaben zur ethnischen Herkunft, Bildungsabschluss und Land in dem man lebt sollte ja schneller gehen, wenn man nicht lügt.

Andererseits muss ich mir bei clickworker vllt auch weniger Sorgen um eine Mehrfachteilnahme machen. Zumindest steht dort: Wir haben eine technische Sperre implementiert, die Teilnehmer automatisch ausschließt, wenn diese versuchen, eine Umfrage mehrfach auszufüllen. Dies garantiert eine Einmalteilnahme pro Person und sichert die Datenintegrität Ihrer Studie.
by SoSci Survey (378k points)
> Den Datenschutz-Rattenschwanz würde ich gerne vermeiden.

Manche DSB betrachten auch die Prolific ID als personenbeziehbare Kennung. Da kommt es ein wenig darauf an, wie streng die DSGVO und wie die neuere Rechtsprechung interpretiert wird.

> Könnte ich einstellen, dass wenn eine Person länger als 10 Sekunden bei den Pre-Screening Fragen braucht, dann ausgeschlossen wird?

Über caseTime(), einen kleinen PHP-Filter und setStatus() ist das problemlos möglich ja, aber ...

> Denn Angaben zur ethnischen Herkunft, Bildungsabschluss und Land in dem man lebt sollte ja schneller gehen, wenn man nicht lügt.

... ich denke nicht, dass jemand für's Lügen merklich länger braucht. Die empirische Forschung zeigt, dass sich mit Fake-Identitäten ausgefüllte Fragebögen nicht anhand der Bearbeitungszeit identifizieren lassen. Hinzu kommen starke individuelle Schwankungen bei der Bearbeitungszeit, daher würde ich von dem 10-Sekunden-Filter abraten.

Eine Zeit >10 Sekunden kommt wahrschienlicher zustande, weil jemand den Fragebogen auf dem Smartphone öffnet oder weil er sich noch fix einen Kaffee holt oder weil noch eben eine E-Mail abgeschickt werden soll oder eine WhatsApp reinkommt.

> Dies garantiert eine Einmalteilnahme pro Person und sichert die Datenintegrität Ihrer Studie.

Dass sie die Mehrfachteilnahme wirksam verhinden können, das glaube ich. Bei allem anderen ... disputable ;) Ich lese in wissenschaftlichen Papern ein wenig im Anhang versteckt häufiger, dass >60% der erhobenen Fälle aus solchen Datenquellen ausgeschlossen werden mussten. Kontrollfragen und Instructed Response sind allerdings keine wirksame Maßnahme zur Qualitätskontrolle: Auf solche Fragen achten geübte Fragebogenausfüller.
by s343063 (200 points)
Vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung! Dann werde ich das mit der Zeit weglassen...  eine Person müsste mehrmals zurückkehren, um die "richtige Kombination" der prescreening questions zu haben. Sie müssen ja zwischen 5-100 Antwortmöglichkeiten auswählen. Aber wenn eine Einmalteilnahme durch Clickworker gesichert ist, ist das ja schonmal gut.

Bzgl. Attention Checks: Die habe ich auch als filterfrage formuliert, sodass bei falscher Antwort Teilnehmende schonmal rausfliegen.. aber ja, es kann natürlich sein, dass geübte Personen trotzdem nicht aufmerksam sind..

Bzgl. Prolific und Datenschutz: Das bin ich gerade mit der DSB am klären...

Könnten / Dürfen Sie das Paper zitieren, dass das mit den fake identitäten und Bearbeitungszeiten untersucht hat?
by SoSci Survey (378k points)
Das müsste (allerdings eher am Rande) hier drin stehen:
https://ojs.ub.uni-konstanz.de/srm/article/view/7403

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