Die Variablennamen folgen einer Reihe von Rahmenbedingungen, zum Beispiel, dass sie nicht doppelt vergeben werden. Die beschriftungen hingegen folgen nicht diesen Regeln. Deshalb ist es technisch nicht sinnvoll, diese "einfach" als Variablennamen zu verwenden.
Sie schreiben nicht, mit welcher Software Sie arbeiten. Aber bei den meiten Programmen (namentlich: nicht bei SPSS) können Sie die Variablen mit wenigen Zeilen Code automatisiert umbenennen. In R etwa würde das so aussehen:
labels = NULL
for (name in names(ds)) {
label = comment(ds[[name]])
if (is.null(label)) {
labels = c(labels, "NA")
} else {
labels = c(labels, label)
}
}
names(ds) = labels
rm(label, name)
R (hier als Beispiel) überprüft beim Setzen der Variablennamen die Regeln für selbige, deshalb ist die nachträgliche Änderung in der Statistik-Software unproblematisch. Ob sehr lange Variablennamen sinnvoll sind, das steht auf einem anderen Blatt.