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Ich würde gerne Mitarbeiter nach der Zusammenarbeit mit verschiedenen Lieferanten befragen.
Dabei habe ich das Problem, dass die Anzahl der Lieferanten recht hoch ist, und die Anzahl der Kontakte pro Mitarbeiter recht unterschiedlich.
In einem ersten Versuch haben wir also jeden Mitarbeiter gefragt, ob er den jeweiligen Lieferanten beurteilen kann. Das hast aber dazu geführt, dass nun einige Mitarbeiter unakzeptabel viele Lieferanten beurteilen mussten.

Nun zur eigentlichen Frage -> ich möchte sicherstellen das jeder Mitarbeiter zb maximal 10 Lieferanten beurteilen muss, hierbei sollen aber (im Rahmen der Zufallsauswahl) weniger bekannte Lieferanten bevorzugt werden.
Also je geringer die Anzahl der schon vorhanden Beurteilungen -> desto höher die Chance ausgewählt zu werden.

Ist das methodisch sinnvoll und auch umsetzbar? Wenn ja wie?

Danke & lg

in Methoden-Fragen by s138277 (115 points)

1 Answer

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hierbei sollen aber (im Rahmen der Zufallsauswahl) weniger bekannte Lieferanten bevorzugt werden.

Methodische Überlegung dazu: Wenn Sie das machen, dann werden Befragte mit Kontakt zu den seltenen Lieferanten (fast) immer zu diesen befragt und (fast) nie zu anderen. Wenn diese Befragten sich systematisch von den anderen Befrgten unterscheiden, dann kann das zu Verzerrungen bei der Beurteilung der "häufig genutzten" Lieferanten führen.

Ist das methodisch sinnvoll und auch umsetzbar?

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit wird man ausführlich abwägen müssen. Es wird de facto die einzige Möglichkeit sein, um brauchbare Fallzahlen zu den selten genutzten Lieferanten zu bekommen.

Der technische Ablauf ist ein wenig aufwändiger, denn im Prinzip muss man den Zufallsgenerator nachprogrammieren - nur mit einigen Modifikationen.

Aber fangen wir von hinten an. Wir brauchen eine Liste mit Lieferanten (bzw. deren IDs) und wie häufig diese schon beurteilt wurden. Dafür verwenden Sie am besten die Datenbank für Inhalte. Mit dbData() (muss ich nochmal nachsehen, da noch nicht dokumentiert) bekommen Sie dann ein Array mit allen Häufigkeiten.

Im nächsten Schritt müssen Sie dann die Liste der genutzten Lieferanten pro Teilnehmer/in mittels shuffle() mischen. Und dann ordnen Sie jedem Lieferanten aus dem oben abgefragten Array die Häufigkeit zu, wie oft dieser schon abgefragt wurde.

Jetzt kommt der aufwändige Teil: Für jede Häufigkeit (oder Häufigkeitsklasse, wenn es etwas mehr Zufall sein soll) notieren Sie nun die bekannten Lieferanten. Sie hätten dann also eine Liste für Lieferanten, die bereits 1-10-mal abgefragt wurden, für Lieferanten, die 11-25-mal abgefragt wurden u.s.w. Jede Liste ist noch rotiert, wenn Sie aus der ursprünglich gemischten Liste "abgeschrieben" haben.

Diese Teil-Listen können Sie nun wieder zusammenfügen. Und zwar so, dass zuerst jene aus der kleinsten Häufigkeits-Kategorie kommen, dann jene mit der zweiten Kategorie u.s.w..

Und zuletzt nehmen sie aus der Liste die ersten 10 Einträge mittels array_slice(). Diese können Sie dann abfragen. Dafür wiederum würde sich eine Multi-Level-Struktur anbieten.

Und zuletzt müssen Sie natürlich mit dbSet() noch dafür sorgen, dass die Einträge in der Datenbank für Inhalte nach jeder Bewertung hochgezählt werden.

Wie gesagt: Ein wenig aufwändiger, aber durchaus realisierbar. Details gerne auf Nachfrage.

by SoSci Survey (107k points)
Vielen Dank erstmal

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit wird man ausführlich abwägen müssen. Es wird de facto die einzige Möglichkeit sein, um brauchbare Fallzahlen zu den selten genutzten Lieferanten zu bekommen.

Dann werde ich das mal so versuchen!
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