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Hallo zusammen,

für ein größeres, sich in unregelmäßigen Abständen wiederholendes Befragungsprojekt recherchiere ich aktuell verschiedene Optionen der Datenauswertung. In Betracht ziehe ich dabei auch eine Auswertung der Daten mittels des SoSci-Servey eigenen Tools "Datenauswertung online". Informationen dazu habe ich bislang allerdings leider nur auf folgender Homepage finden können: https://www.soscisurvey.de/help/doku.php/de:results:analyses.
Fraglich ist für mich daher vor allem, ob das Tool "Datenauswertung online" lediglich die auf der Homepage genannten Funktionen zur Datenauswertung bietet oder ob das Tool noch weitere Funktionen beinhaltet, sodass ggf. auf den Einsatz einer separaten Statistik-Software verzichtet werden könnte.
Wichtig wären für mich neben den genannten Funktionen insbesondere verschiedene Möglichkeiten zur Datenauswahl/Filterung sowie Möglichkeiten der Verschneidung von Daten mittels Kreuztabellen.

Danke euch!

in Datenauswertung by s075593 (120 points)

1 Answer

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Nein, bisher unterstützt die Online-Datenauswertung nur deskriptive Statistiken - und liefert diese noch getrennt nach vorab definierten Gruppen/Filter (also quasi Kreuztabellen "light"). Das Auswertungsmodul wird zwar noch weiterentwickelt, aber aktuell kann ich dafür keinen Zeitplan nennen.

Die Schwierigkeit ist aktuell weniger die technische Umsetzung der Ausgabe - eine Kreuztabelle oder Korrelation ist ja nicht besonders anspruchsvoll - sondern vielmehr die intuitive Steuerung über die Benutzeroberfläche.

Für häufig wiederholte Erhebungen gibt es im Beta-Test auch eine Reporting-Funktion, welche fertige PDF-Reports für die erhobenen Daten oder einzelne Fälle erstellt. Auch auch diese Funktion ist aktuell noch nicht konfortabel zu bedienen.

Sie schreiben wenig darüber, welche Auswertungen genau Sie planen. Insofern kann ich schwer antworten, ob sich Ihre Anforderungen mit SoSci Survey erledigen lassen - aktuell oder in naher Zukunft...

by SoSci Survey (84.7k points)
Hallo,

erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Etwas konkreter gefasst geht es bei dem Befragungsprojekt um Mitarbeiterbefragungen, die den Beschäftigten verschiedener Unternehmen zur Verfügung gestellt werden (die Fragebögen werden dabei voraussichtlich jeweils nur leicht angepasst).

In den in diesem Kontext geplanten Auswertungen geht es dann um Folgendes:
* für einzelne Fragen sollen lediglich Häufigkeitstabellen erstellt werden (teils für die Gesamtheit der Befragten / teils für eine Teilauswahl, d.h. z.B. gefiltert nach Abteilungen oder nach der im Fragebogen angegebenen Entfernung zw. Wohnort und Arbeitsstätte)
--> wenn ich es richtig sehe, sollte dies mit dem o.g. Tool ja möglich sein?

* bei der Auswertung verschiedener anderer Fragen geht es allerdings um die Erstellung von Kreuztabellen, oftmals ebenfalls nur für eine Teilauswahl. Ein denkbares Szenario ist z.B., dass die Verkehrsmittelnutzung in Abhängigkeit der Arbeitswegentfernung dargestellt werden soll - neben der Grundgesamtheit jedoch nur für die Beschäftigten bestimmter Abteilungen oder die Beschäftigten bestimmter Altersgruppen.
--> wenn ich Ihre Aussage oben zu "Kreuztabellen light" richtig verstehe, ist dies mit dem Tool aktuell noch nicht möglich?


Zur Reporting-Funktion: PDF-Reports sind für das Projekt leider nicht ausreichend, da die Tabellen und Grafiken in verschiedene Dokumente (insb. Gutachten, Präsentationen) integriert werden müssten.
Danke für die Konkretisierung.

Die Häufigkeiten pro Abteilung wären voraussichtlich kein Problem - allerdings unterstützt die Auswertungsfunktion nur 8 Teilgruppen für den Gruppenvergleich. Wenn Sie unterschiedliche Gruppenvergleiche rechnen möchten, sind die Grenzen der komfortablen Bedienung dann schnell erreicht. Also: Möglich ja, aber ich würde es für den Einsatz in einem regulären Prozess nicht empfehlen. Da gibt es deutlich effizientere Varianten.

Eine solche Variante kann es sein, einen gesonderten Auswertungs-Fragebogen anzulegen, welcher die Ergebnisse mittels statistic() berechnet und dann in Tabellen ausgibt. Allerdings hat man dann anschließend immer nochmal den zweiten Schritt, dass man z.B. Charts erzeugen muss.

Für einen anderen Kunden haben wir eine Lösung mittels R implementiert. Heißt: Wir haben spezifisch für den Kunden eine R-Syntax geschrieben, welche die Daten aus SoSci abholt, in R importiert, die Analysen rechnet und dann automatisch Ergebnistabellen (für Excel) ausgibt. Die Erstellung von Charts kann man in solch einem Kontext auch automatisieren. Entweder durch ein Excel-Sheet, in welchem man nur mit zwei Klicks die (immer gleich formatierte) Ergebnis-Tabelle einfügt. Oder durch Diagramm-Erstellung direkt in R.

Der Aufwand lohnt sich, grob geschätzt, ab ca. 3-4 Wiederholungen derselben Studie. Wenn man das Ganze einmal aufgesetzt hat, ist die Auswertung (zumindest der Daten, wo sich die Erhebung nicht verändert) in weniger als 5 Minuten abgeschlossen.
Danke für Ihre Vorschläge!
Besonders die Lösung mittels R-Implementierung klingt für mich sehr interessant und vielversprechend. Da mittelfristig zahlreiche Wiederholungen der Befragung geplant sind, sollte sich der Aufwand lohnen. Bei einer späteren Abänderung des Fragebogens kann die von Ihnen geschriebene und zur Verfügung gestellte R-Syntax ja dann sicherlich nach Bedarf noch eigenhändig angepasst werden (entsprechende R-Erkenntnisse vorausgesetzt)?!
Können Sie etwas zum Kostenrahmen für das Schreiben der R-Syntax sagen? Lassen Sie uns hierzu auch gerne einmal auf direktem Wege austauschen.
Ja, die R-Syntax kann sowohl selbst geschrieben als auch bei Bedarf modifiziert/ergänzt werden.

> Können Sie etwas zum Kostenrahmen für das Schreiben der R-Syntax sagen?

Das kommt sehr stark auf das jeweilige Projekt an. Eine Hausnummer kann ich Ihnen gerne geben: In dem letzten derartigen Projekt war z.B. eine differenzierte Auswertung für einzelne Abteilungen und übergeordnete Einheiten erforderlich, wobei auch die Teilnehmerzahlen pro Abteilung beachtet werden mussten (Anonymität/Datenschutz). Außerdem hatten sich bei diesem Projekt noch nachträgliche Änderungen ergeben. Grafiken wurden in dem Projekt allerdings nicht direkt in R erstellt, sondern via Excel. Die Vorlage hatte der Kunde erstellt, sodass die Auswertungsergebnisse der jeweiligen Abteilung nur noch in das Excel-Sheet kopiert werden mussten. Der Gesamtaufwand lag damals bei knapp 500 € zzgl. USt.
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